top of page

Die Kraft der Mitte

vinaturalis3
9. Sept.
3 Min. Lesezeit

Ein besonderes Augenmerk legt die TCM in unsere Mitte, das Hauptzentrum der nachgeburtlichen Energiegewinnung. Die beiden Organe welche zur Mitte zählen sind die Milz und der Magen.

Alles was wir zu uns nehmen geht als allererstes in den Magen, bevor es aufgespalten, über den Dünndarm absorbiert, in unsere Zellen wandert. Somit können wir sagen, dass alles was wir essen irgendwann einmal ein Teil unserer Zellen wird.

Anders wie in der westlichen Medizin, hat die Milz in der TCM eine tragende Rolle.

Zu ihren Aufgaben zählen mitunter die Blutbildung, Versorgung der Muskulatur und Extremitäten mit Energie, sie kontrolliert unser Gewebe, sie beherbergt unsere Gedankenkraft „Yi“ und ist der Ursprung von Qi, jene Kraft welche unseren Körper mit Energie versorgt.

 

 

Das Kochtopfmodell

Um die Energiegewinnung im Körper zu verstehen können spricht die TCM von einem 3-fach Erwärmer welcher wie ein Kochtopf funktioniert.

Der untere Erwärmer bestehend aus den Sexualorganen, Niere und Blase und muss stehts warm gehalten werden. In der Niere ist unser Jing, unsere vorgeburtliche Essenz gespeichert, welche wir von unsern Eltern mitbekommen haben. Diese Grundkonstitution muss bewahrt und beschützt werden, bekommt unser Körper jedoch nicht genug Energie von außen, wird unser Jing angezapft, unsere Reserven verbraucht und wir altern dementsprechend schnell.

In unserer Mitte, wird quasi tagtäglich die Suppe gekocht, aus der wir unsere hauptsächliche Energie beziehen. Alles was wir zu uns nehmen wird in unseren Körper verstoffwechselt und zu Energie gemacht. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass die Suppe nur gut köchelt und die der Inhalt nur gut verwertet werden kann, wen unser Verdauungsfeuer stark genug ist. Das nicht warm halten unseres unteren Erwärmers (quasi unserer Herdplatte) sowie das ständige zu sich nehmen von energiearmer Nahrung wie Fertigprodukte oder Tiefkühlkost bzw das ständige Essen von Rohkost, Milchprodukten, Brotmahlzeiten etc kühlt unser Verdauungsfeuer stark ab. Die Folge ist, dass die Nahrung nicht mehr wirklich verdaut werden kann, vor sich hin gärt und sich Schlacken bilden, welche sich wiederum im Gewebe einlagern.

Darunter leidet nicht nur der oberer Erwärmer bestehend aus Lunge und Herz, sondern in Folge der ganze Körper. Den die weitere Energiegewinnung kann man sich folglich so vorstellen, dass der durch die kochende Suppe entstehende Dampf quasi die Energie (Qi) ist, welches weiter zur Lunge aufsteigt, sich dort mit der eingeatmeten Luft zum AbwehrQi (WeiQi) vereint und mittels Blut über das Herz im ganzen Körper verteilt wird. Kommt es jedoch im mittleren Erwärmer zu Kälte und Feuchtigkeit, steigt diese langsam aber stetig in den oberen Erwärmer auf und blockiert dort das Qi. Weitere Folge sind häufige Schleimansammlungen (Feuchtigkeit) in den Atemwegen (HNO Thematiken, ständiges Verkühlt, Verschnupft sein…).

Somit ist es unumgänglich täglich qualitativ hochwertige Nahrung zu sich zu nehmen sowie so gut es geht täglich an die frische Luft am besten in Kombination mit Bewegung zu gehen um seinen Körper ausreichend Energie zur Verfügung zu stellen und somit das Immunsystem bestmöglich fit zu halten.

 

Merke: ist deine Mitte stark, bist du gut geerdet, somit kann dich nichts so schnell aus der Bahn werfen!!!

 

 

Die Stärkung der Mitte

 

• Sei gut zu deiner Mitte: unser Magen mag es gern warm, regelmäßig und einfach


•  Frühstücke wie ein Kaiser und dies warm, die Hochzeit des Magens ist zwischen 7 und 9 Uhr, hier ist der Hauptenergiefluss im Magenmeridian, sprich ihm steht am meisten Energie zur Verdauung zur Verfügung.


•  Saftige Kochweise, Gemüse dünsten, wärmende Gewürze verwenden um Kälte zu vertreiben


•  Versuche langgereifte Käse durch Schafs oder Ziegenkäse zu ersetzen, diese wirken wärmend und nicht befeuchtend, wie alle anderen Käsesorten


• Abends wärmende Suppen essen, nichts nach 18 Uhr


• Brot wirkt extrem befeuchtend, Feuchtigkeit im Körper führt zu Schlacken (Schleim), dies wiederum blockiert wieder den Qi Fluss. Schleim im Verdauungstrakt welcher nicht transformiert werden kann, kann aufsteigen und HNO Themen entwickeln.


•   Daher auf verschleimende Lebensmittel wie Brot, Milchprodukte ( vor allem Soja und Kuhmilch), Süßigkeiten, Sahne, fettiges Essen etc so gut es geht verzichten).


•  Brot angetoastet wirkt von der Thermik her erwärmend und nicht mehr befeuchtend


•  Kardamom, Maishaartee, Lapachotee, Sprossen, Pilze leiten Feuchtigkeit aus


·  Der Hauptbestandteil der Ernährung sollte aus Gemüse und Getreidesorten bestehen.


·   Fleisch sollte bei Verdauungsproblemen seltener und in Form von Eintöpfen gegessen werden


·  Rohkost sollte nur in Form von Salaten zusätzlich zu einer warmen Mahlzeit gegessen werden, jedoch keine Hauptmahlzeit ersetzen


· 

Thermisch stark kühlende Lebensmittel wie Zitrusfrüchte, Eis, kohlensäurehaltige Getränke, zu viel Kaffee….. sollten bei einem geschwächten Verdauungsfeuer reduziert bzw vermieden werden

 
 
 

Kommentare


bottom of page