Der gemütliche Parasympathikustyp
Der Phlegmatiker ist jener Typ der TEM, welcher den Parasympathikus Typ am meisten ähnlich ist. Doch was macht den Parasympathikus Typ aus?
Unter diesem Typus kann man sich den entspannten Kumpel Typ vorstellen, den so schnell nichts aus der Ruhe bringen kann. Mit seiner ausgesprochen ruhigen Art, kann er manche Mitmenschen schon zur Verzweiflung bringen, er mag keine langen To Do Listen und startet erst mal gemütlich in den Tag. Der Parasympathikus Typ zählt zu den sogenannten Rotfleisch- Typen, er toleriert Kohlenhydrate nur in einen geringen Maße, sein Hauptaugenmerk sollte auf hochwertiges, purinreiches und fettes Eiweiß sowie eine ausreichende Versorgung mit hochwertigen Fetten gerichtet sein. Dementsprechend startet er schon deftig in den Tag mit zum Beispiel einem Omelett aus mehreren Eiern, am besten mit einer weiteren Eiweißkombination wie Speck oder Lachs. Auch mag er sehr gerne rotes Fleisch, die typische österreichische Hausmannskost ist ihm am liebsten und kann ruhig auch mal aus einer Blut- oder Leberwurst bestehen.
Bei ihm findet man keine Spur von Flucht, ganz im Gegenteil, er kommt schnell zur Ruhe und macht es sich in seiner Höhle gemütlich. Unter dem verstärkten Einfluss des Parasympathikus hat er eine einwandfreie Verdauung. Sogar Restaurants nützen dunkles Licht und ruhige Atmosphäre um unseren Parasympathikus zu aktivieren und somit Verdauung und Appetit zu fördern.
Seine Reflexe sind jedoch nicht so gut ausgeprägt, darum sind schnelle Sportarten nichts für ihn. Sein Körper ist darauf programmiert Reserven aufzubauen, auch ein schlanker Parasympathikus Typ hat meist einen festen Knochenbau.
Mit Stress kann er nicht gut umgehen, auch das Denken fällt ihm dann schwer. Bis er auf Touren kommt kann es schon mal länger dauern, hat er sich aber aufgerafft, verfügt er über ein gutes Durchhaltevermögen.
Oft lieben sie Kaffee oder scharfes Essen, da dies ihren Stoffwechsel mehr antreibt. Durch seinen Typus neigt er vermehrt dazu, sogenannten Schleim (nicht umgewandelte Nährstoffe) im Körper anzusammeln, werden diese nicht mit der richtigen Ernährung wieder ausgeleitet, kann dies nicht nur zu Übergewicht führen, es kann sich lt.TCM auch in feuchte Kälte umwandeln. Vor allem dann wen die Ernährung hauptsächlich aus Milchprodukten, Brotmahlzeiten und Rohkost besteht. Kommt dann durch scharfes Essen, Alkohol, Rauchen oder vermehrten Stress Hitze hinzu, wandelt es sich in eine feuchte Hitze um welche Blähungen, Gallenprobleme und Migräne zur Folge haben kann. Weiteres wird der Schleim eingedickt und verhärtet, wodurch der Grundstein für Erkrankungen wie Arteriosklerose gelegt ist. Aber auch Gallensteine können durch langanhaltende feuchte Hitze entstehen. Daher ist es für den Parasympathikustyp trotz seiner guten Verdauung und Verträglichkeit wichtig, auf eine angepasste Ernährung zu achten.
Auf was sollte der Parasympathikus Typ bei der Ernährung achten?
Denkt man an einen typischen Parasympathikus Typ sollte man an die Ernährung des Homo Sapiens oder auch Eskimos denken, sprich er braucht sehr viele tierische Eiweiße um den schwachen Sympathikus nicht noch weiter zu drosseln. Ähnlich wie der Glykotyp sollten sich beide mit überwiegend purinreichem, fettem Eiweiß versorgen. Der Unterschied zum Glykotyp liegt nur in der Art der Kohlenhydrate welche sie größten Teils zu sich nehmen sollten. Während der Glykotyp auf Gemüsesorten, die komplexe Kohlenhydrate liefern, wie Wurzelgemüse, Kartoffeln, rote Beete und Getreidesorten wie Reis, Weizen und Dinkel größten Teils verzichten sollte, toleriert sie der Parasympathikus Typ in kleinen Mengen. Dem Parasympathikus Typ kennzeichnet auch sein langes Durchhaltevermögen, sowie seine starke Verdauung. Aufpassen muss er jedoch bei einfachen Kohlenhydraten wie Zucker, Obst, Obst und Gemüsesäfte. Diese enthalten viel Kalium, was zwar den Parasympathikus stärkt, den Stoffwechsel jedoch basischer macht. Müdigkeit, Antriebslosigkeit und schlechte Stimmung verstärken sich dadurch.
Doch wie sollte nun der tägliche Bedarf aufgeteilt sein?
Etwa 30-35 % der Kalorien sollte aus Eiweiß bestehen. Gute tierische Quellen sind Eier, Rind, Kalb, Lamm, Wild, Kaninchen, Huhn, Gans, Ente, Aal, Makrele, Lachs, Thunfisch, Hering, Karpfen.
Rohmilch und Sauermilchprodukte sowie pflanzliche Quellen: Hülsenfrüchte und Nüsse.
Ca 40% der Kalorien des täglichen Bedarfes sollte man mit Fetten decken, wie zum Beispiel Kokosfett, Butter, Butterschmalz, Schweineschmalz, Rindertalg (für die warme Küche) hochwertiges Olivenöl (leichtes erwärmen), sowie Leinöl, Olivenöl, Arganöl für die kalte Küche. Pflanzliche Öle mit einen hohen Anteil an Omega 6 wie Sonnenblumenöl, Maiskeimöl, Kürbiskernöl, Distelöl, Hanföl sollte der Parasympathikus Typ wie alle anderen Stoffwechseltypen nur in geringen Maße in der Küche verwenden. Besonders wichtig ist eine gute Versorgung mit Omega 3, wo er auf hochwertiges Fischöl zurück greifen sollte.
Ca 15-25% der Kalorien sollten komplexe Kohlenhydrate wie Wurzelgemüse, Kartoffel, Süßkartoffeln, bzw. alle anderen Gemüsesorten und Getreide ausmachen.




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