Das neurogene Auge
Die neurogene Disposition findet man meistens bei einer blauen Iris, sie kann aber dennoch in einer hämatogenen Iris sowie auch Mischiris zu finden sein. Typisch sind feine radiäre Faser, welche sehr eng und geradlinig verlaufen. Löcher (Lakunen und Krypten) findet man bei dieser Disposition keine.
Häufig kann man aber sogenannte Krampfringe auch Zirkulärfurchen sowie Solarstrahlen (Astheniefurchen, wie Sonnenstrahlen um die Pupille verlaufend) erkennen. Diese widerspiegeln auch die Hauptthematik dieser Konstitution: Innere Angespanntheit, nervliche Erschöpfung, mangelnde nervliche Belastung.
So stabil die körperliche Ebene ist, so instabil ist die Psyche, was sich unweigerlich irgendwann in organischen Defiziten manifestiert.
Je enger die Faser verlaufen, umso emotionaler ist man als Person (sowohl somatisch wie auch psychisch).
Pathophysiologisch spricht man von einer erhöhten Sensibilität und Irritabilität des Nervensystems (sowohl motorisch wie auch vegetativ) was zu einer Instabilität nervaler Funktionen führt.
Verstärkende Reize von außen wie ein fordernder Job, instabile Familienverhältnisse, Reizüberflutung durch Social Media, Mangel an Liebe und Geborgenheit etc…. können die Symptomatik verstärken.
Häufig kann es zusätzlich zu einer hormonellen Instabilität kommen, eine Tendenz zu Erkrankungen der Schilddrüse (Hyperthyreose) tritt vermehrt auf.
Menschen mit dieser Irisstruktur sind sehr feinfühlig und kreativ, aufopfernd und fleißig sowie leistungsorientiert. Jedoch fällt es ihnen häufig schwer Gefühle auszusprechen. Sie können einerseits schöne Erlebnisse genießen, schlechte Erfahrungen belasten sie jedoch doppelt so schwer und können sie schnell aus der Bahn werfen.
Die geringe nervliche Belastbarkeit führt häufig zu Frustration, Beschwerden werden als sehr intensiv wahrgenommen.
Neurogene Typen reagieren sehr schnell auf Therapien, was oft zu einer überschießenden Erstreaktion führen kann.
Typisch sind Symptome die schnell entstehen, jedoch auch wieder schnell abklingen können.
Ø Stimmungsschwankungen
Ø Psychoneurosen
Ø ADHS
Ø Schreckhafter, oberflächlicher Schlaf
Ø Undefinierbare Angstzustände
Ø Rhythmusstörungen (Tachykardien, Stenokardien, Blutdruckschwankungen stressbedingt)
Ø Nervöser Magen, Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung
Ø Nervöses Asthma, Hyperventilation
Ø Reizblasse
Ø Dysmenorrhoe
Ø Neurodermitis
Ø Muskuläre Verspannungen (gehäuft Schulter/ Nackenbereich)
Ø Überempfindlichkeit gegen Sinnesreize (Geräusche, Licht, Geruch)
Ø Berührungsempfindlichkeit
Ø Tinnitus
Ø Ticks
Ø Verkalkungen, Arthrosen, „steif sein“
Ø Depressionsneigung auf Grund nervlicher Überforderung
Wichtig ist es, Stressfaktoren so gut es geht auszuschalten. Social Mediakonsum sowie andere Unterhaltungsmedien und das Handy sollten auf das geringst mögliche Maß reduziert werden.
Tägliche Bewegung sollte fix in den Alltag integriert werden.
Raffinierter Zucker, Weizen, Phosphate (Wurstwaren), Glutamate und koffeeinhaltige und taurinhaltige Getränke so gut es geht reduziert werden. Sie alle führen zu zusätzlichen Stressoren im Körper.
Empfehlungen aus dem Bereich der Naturheilkunde:
Ø Hypericum perforatum- Johanniskraut (Urtinktur oder Tee)
Ø Passiflora incarnata – Passionsblume (zb Passiflora comp von Wala)
Ø Bryophyllum- Keimzumpe (zb Bryophyllum comp von Wala)
Ø Angelica archangelica – Engelwurz (Tee oder Urtinktur)
Ø Mellisa officinalis – Zitronenmelisse (Tee oder Urtinktur)
Ø Hyoscyamus niger D6 – Bilsenkraut (Globuli)
Ø Agarcus muscarius D6 – Fliegenpilz (zb P Sta Tropfen von Pekana bzw Globuli)
Ø Ignatia D6 – hysterische laute Menschen
Ø Gelsemium D6 – überreizte Gefäße, Neigung zu klopfenden Kopfschmerzen
Ø Ambra D6 – gibt Urvertrauen zurück
Ø Magnesium phosphoricum D6
Ø Silicea D6
Ø Aurum metallicum D6 (morgens, zb Aurum apis regina comp von Wala)
Ø Argentum nitricum D6 (abends zb Argentum Rohrzucker von Wala)
Ø Zincum chloratum D6
Ø Bachblüte Chestnut bud
Ø Bachblüte White Chestnut
Ø Bachblüte Cherry plum




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